Die Sauna in der Geschichte

Bereits in der Steinzeit entdeckten die Menschen die Möglichkeit, mit erhitzten Steinen ihren Aufenthaltsort zu erwärmen und – mit  Steigerung der Temperatur – sich darin zum Schwitzen zu bringen. Gegen Ende des Mittelalters starb dieses Ritual aus, außer in  Finnland und Teilen Russlands.

In südlicheren Regionen entwickelten sich indessen Heißluftanwendungen wie die Badekultur der Römer und das türkische Dampfbad  im Orient. Aus Asien, dem eigentlichen Herkunftsland, brachten die Finnen die Sauna vor rund 2.000 Jahren nach Europa. Die Urform  der Sauna war eine in die Erde gegrabene Grube – die Erdsauna. Es folgte eine jahrhundertlange Entwicklung bis zur modernen Sauna  von heute. Ursprünglich wurden Saunabäder in Zelten, Erdgruben oder Scheunen eingerichtet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden  diese Rauchsaunas durch erste Saunaöfen mit Kamin in Blockholzhütten ersetzt. In Mitteleuropa wurde die Saunakultur erst nach 1945  entdeckt, fand dann aber rasche Verbreitung in vielen Ländern. 
 
Heute gibt es Saunas in jeder Variante und Form, ob öffentlich, in Hotels oder in Privathäusern. War die Sauna in der Vergangenheit  ein Ort, um sich im Winter aufzuwärmen, hat sie sich mittlerweile zu einem kulturellen Treffpunkt entwickelt: Zu einer kleinen  Naherholungszone im Winter wie im Sommer.